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Konsolen / Terminals

Erklärung: tty - Teletyper

Aufruf von Programmen im Desktop mit Alt + F2 und Programmname

bei openSUSE:

Terminals 1 bis 6 (ohne Desktop) mittels Strg + Alt + F1 … F6

zurück zu Desktop mittels (Strg +) Alt + F7

Die Belegungsnummer des grafischen Terminals wird von der Distribution konfiguriert - also: oft muss man ausprobieren!

Beenden eines Terminals mittels exit (Anm.: logout nur bei Login-Shells)

erste Gehversuche in der Konsole (shell) mit: ls -a, ls -al, cd, su, who, whoami, ping, ifconfig

wichtig: ifconfig nur mit kompletten Pfad als Standard-User aufrufbar: /sbin/ifconfig oder erst nach Nachinstallation von Paket net-tools verfügbar.

Anm.: die Superuser/Root haben den Pfad /sbin in Ihrem Pfad Pfade anzeigen mit echo $PATH (Pfadvariable)

Erste Hilfe in Terminal/Konsole

Man-Pages (z.B. man rm) oder Befehl mit –help (z.B. rm --help),

gerne auch Hilfe zur Hilfe mit man man

Alternative: info Pages

Tricks in Terminal/Konsole

Befehle/Verzeichnisse/Dateien mittels Tabulator komplettieren,

mit Cursor-Tasten wiederholen (durchblättern),

nach oben blättern mittels Shift + PgUp (Seite hoch) bzw. Shift PgDown;

die Historie aller Shell-Aufrufe des Users in ~/.bash_history

Rekursive Suche in History mittels Strg + R (vorwärts dann mit Strg + S )

Löschen der Konsole mittels Strg + L

Anfang und Ende Kommandozeile mit Strg + A und Strg + E

Löschen der Kommandozeile von Cursor bis Anfang mit Strg + U

Kopieren und Einfügen (mittlere Maustaste) in der Konsole

SSH

Zu Übungszwecken die folgenden Schritte abarbeiten:

  1. ssh installiert?

  2. Prozesse analysieren

  3. Dienste-Verwaltung

  4. Firewall

Eine beispielhafte Vorgehensweise mit Techniken aus der Praxis mit Linux:

1) Recherche zu ssh (Paket openssh) - ist „ssh“ installiert? rpm -qa | grep ssh (Vorgriff auf morgige Darstellungen zu Paketmanagement und Softwareverwaltung) bzw. dpkg -l | grep ssh (bei Debian)

zypper search ssh (zypper nur bei Suse!) bzw. apt search ssh (besser: openssh)

YaST Softwareverwaltung

Anm. zu openSUSE: Paket heißt auch openssh und beinhaltet sowohl ssh-Client also auch ssh-Server Software

2) Läuft der ssh-Dienst (sshd)?

ps ax | grep sshd (zeigt uns: Nein - da läuft kein sshd!)

systemctl status sshd.service (siehe auch andere Übungen)

3) Dienst sshd für unseren Standard-Runlevel 5 (genauer graphical.target für systemd) konfigurieren:

YaST2 - System - Dienste-Verwaltung - sshd (enable und starten) - Einstellungen sichern, oder

systemctl enable sshd.service

Neuer Test, ob sshd läuft? Ja!

4) Für Netzwerkzugriff

von ssh-Client (z.B. r203pc17 - 192.168.3.117)

auf ssh-Server (z.B. r203pc11 - 192.168.3.111)

jetzt noch die Firewall auf Serverseite mittels

YaST - Sicherheit und Benutzer - Firewall - Allowed Services (Erlaubte Dienste) konfigurieren und den Dienst „Secure Shell Server“ hinzufügen und Firewall-Konfiguration sichern.

Auf Debian-Systemen läuft keine Firewall bzw. es werden keine Pakete gefiltert!

Auf den ssh-Server dann mittels ssh Aufrufen verbinden:

ssh username@ip-adressse (bzw. @ machinename - Anm.: ohne Leerzeichen um das @-Symbol)

(für namentliche Adressen linux11 benötigt man DNS oder /etc/hosts Einträge)

Gerne per SSH auch Programmaufrufe inkl. Fenstermanagement (X-Server):

ssh -X ... (erstellt ssh-Verbindung mit Fernaufruf für X-Fenster-Programme)

Anm.: bei Erstverbindung Signatur/md5-Fingerabdruck bestätigen

ssh mit Windows: - wir brauchen einen ssh-Client und am Besten gleich noch einen X-Server (für „Linux-X-Fenster“)

putty (Link) - der Klassiker (die ssh-Tools als Sammlung oder einzeln; ohne X-Server

MobaXterm (Link) - die geniale „all-in-one“ Lösung als kostenlose Installation, Zip oder kostenpflichtige Enterprise-Version

Windows PowerShell mit openSSH-Client - aktuelle Windows haben einen openSSH-Client!

Dateimanager

Dolphin (aktuell der Standard-Dateimanager bei KDE) vs. Nautilus (Gnome)

Gewünscht bzw. Testen: Zwei-Fensteransichten (F3), Favoriten-Leisten, Konsole (Shell-Kommandos) mit F4

Dolphin Dateimanager (KDE)

Dolphin Dateimanager (KDE)

Anm.: Konquerer auch Browser und früher der Standard-Dateimanager von KDE - heute ist es Dolphin

Übung: Einblenden der „versteckten“ Dateien/Ordner mit Tastenkombination Alt + . (beginnen ja auch mit .);

Bei Gnome ist Nautilus der Standardmanager - oder aber auch Fork Nemo (siehe Cinnamon).

Für die Konsole sei an den Midnight Commander (Paketname: mc) erinnert.

Midnight Commander

installieren mit zypper install mc bzw. apt install mc oder yum install mc

Aufrufen in Shell/Konsole mit mc

F10 zum Beenden; Strg + O zum ein-/ausblenden des Commander-Fensters

Tipp

Gnome: für das gnome-terminal in den Eigenschaften die Funktionstaste F10 deaktivieren!

VIM (VI improved)

Unterschiedliche Modi:

Einfügenmodus (z.B. mit Taste i), Kommandomodus (ESC)

Kommandos: (nach ESC-Taste)

:w (schreiben),

ZZ (Schreiben und beenden VI);

:q (Quit - mit :q! Beenden erzwingen)

Tipps:

vi test.txt (gleich Datei laden bzw. erstellen);

vi -R test.txt (nur Lesen-Modus)

Anmerkung: auch als Fensterprogramm verfügbar gvim (also eigentlich aus der Gnome-Ecke)

Im Internet finden sich viele Hilfe- und Tutorial-Seiten zum Vi (s.a. cheat sheets).

Hinweis

Mit einem vorbereitetem .vim-Ordner und der passenden .vimrc-Konfigurationsdatei mausert sich VIM zum Topeditor für alle Anwendungsbereiche.

Und deshalb sollte es zum VIM auf jeden Fall noch ein Special geben.

Software-Ausstattung

(Überblick ohne Anspruch auf Vollständigkeit ;-)

Browser: Firefox, Chromium/Chrome, Vivaldi, Brave, …

Office: LibreOffice, …

PDF: Okular, …

Sound/Musik/Streams: Amarok, Rhythmbox, VLC, …

Brennsoftware: K3b, …

Mails: KMail, Thunderbird, Evolution, …

Bildbearbeitung: Gimp, …

Installationswünsche aus Diskussionen häufig: VLC, Thunderbird, Xeyes (;-)

Anm.: man kann auch gerne mal mit einer paketorientierten Testinstallation einer Software auf Linux-Systemen experimentieren. Durch die Paketverwaltung kann man Software sehr sauber wieder entfernen.

Infos zu Softwareverwaltungen separat…

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Verschiedene Nutzungen und Installationen unter Linux

  1. manuelles Installationsarchiv des Druckerherstellers

    oft mit Installationsskript, das erst noch mit

    chmod u+x install-script.sh

    zum Ausführen vorbereitet werden muss und sauber per absolutem oder relativen Pfad

    ./install-script.sh

    ausgeführt werden muss.

  2. lpd - Line Printer Daemon,

    der klassische Dienst zum Verwalten von Druckern, Druckjobs, Printqueues

    Kommandozeilentools:

    lp (siehe wieder lp <tab tab> zeigt: lpq, lpr , lpc , lpstat , lpinfo )

  3. YaST2 Modul Drucker

    zum Installieren oder Verwalten von Druckern bei Suse-Systemen

  4. Desktopmanager Druckerkonfiguration (KDE, Gnome, XFCE)

    Tipp: sind möglichst zu vermeiden, weil diese Tools manchmal individuelle Konfigurationen verwenden!

  5. CUPS - Common Unix Printing Service (Apple)

    der aktuelle Standard, Distro-unabhängig und per Weboberfläche verwaltbar:

    Webadresse (im Browser) localhost:631 (also Port 631)

Druckserver CUPS

Druckserver CUPS (Apple)

Beispielinstallation eines „HP Color 500 Laserjet (m551)“ mit Hilfe der HP Linux Imaging and Printing Toolserie auf hplip.net Website bzw. des entsprechenden Pakets

hplip (zypper search hplip , zypper info hplip , zypper install hplip );

damit werden alle nötigen Dateien (Druckertreiber, ppd-Dateien) und Konfigurationen für HP Geräte (Drucker, Scanner, Multifunktionsgeräte) erstellt und eine passende HP-Installation bereitgestellt:

hp-setup - Anm.: für das saubere Finden der HP-Drucker im Netzwerk muss ggf. kurz die Firewall gestoppt werden: systemctl stop firewall.service (später natürlich wieder starten oder einfach neustart abwarten)

Empfohlene Verwaltung der Druckserver-Umgebung dann mit CUPS

… tbc …